Materialsammlung

Was ist egentlich Bioökonomie?

Für alle die mehr wissen wollen: Hier findet ihr Informationen rund um die Bioökonomie und unsere Forschung daran – in einem Video zeigen wir euch zum Beispiel, wie ihr Bioplastik aus Algenpulver herstellen könnt. Klickt euch durch unsere Infografiken um mehr über Hanf, Algen und Insekten zu erfahren. Wieviel Verpackungsmüll wir alle produzieren und wie wir das reduzieren können, erfahrt ihr in unseren Unterrichtsmaterialien.

Nicht nur BioKiK rückt die Bioökonomie in den Mittelpunkt: Auch das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung hat zahlreiche ähnliche spannende Lern- Mitmachaktionen gefördert, die im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2020/21 – Bioökonomie stattfanden.

Unterrichtsmaterial über Bioökonomie

Ihr wollt Plastikmüll vermeiden und nachwachsende Rohstoffe kennen lernen? Wir haben gemeinsam mit Schulen Unterrrichtsmaterial über Bioökononomie entwickelt. Ihr findet hier Arbeitsblätter, interaktive Vorlagen und weiterführende mit Links für die Schule und zu Hause!

Das Unterrichtsmaterial eignet sich besonders gut für den Biologie- und Chemieunterricht für die Klassen 7-10 und für Projekttage zu den Themen Müllvermeidung, nachhaltiges Konsumieren und Wirtschaften.

Warum Faserpflanzen?

Über Faserpflanzen allgemein – von KUPs und Nawaros!
Wusstet ihr schon was Nawaros sind? Nein? Nachwachsende Rohstoffe. Dazu gehören bekannte Kulturen wie Mais, Raps, Getreide und Gras genauso wie eher unbekannte, wie die “Durchwachsene Silphie” (zur Energiegewinnung eingesetzt) oder schnellwachsende Baumarten. Die nennt man KUPs – kurz für Kurzumtriebsplantagen (KUP). Pappeln, Weiden und Robinien sind Beispiele dafür.

Der Anbau nachwachsender Rohstoffe hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Standbein für die Landwirtschaft in Deutschland entwickelt. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gibt eine gute Übersicht über den Anbau und die Nutzung der einzelnen Rohstoffe. Von A wie Arzneipflanzen bis Z wie Zuckerrüben – findet ihr auf der Webseite beispielsweise ein Liste mit einer Übersicht der Anbauflächen (ab 10. Klasse) oder ein Rätselheft über nachwachsende Rohstoffe (Klasse 4-8), das ihr im Unterricht verwenden könnt.

Die Forschung am ATB zu Faserpflanzen
Neben bekannten und unbekannten Faserpflanzen interessieren die Forschenden am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie insbesondere für Nahrungs- und Futtermittelpflanzen bzw. Energieträger aus der Koppel- und Reststoffnutzung. Hier könnt ihr mehr erfahren darüber, wie Faserpflanzen in einer Pilotanlage weiterverarbeitet werden.

Mehr über Faserhanf

In Potsdam erproben Forscher*innen, wie lange die Pflanzen stehen bleiben sollen vor der Ernte. Bild: Rumposch/ATB

Faserhanf ist eine vielseitige Nutzpflanze, die derzeit wiederentdecket wird: Baumaterialien und moderne Werkstoffe kann man daraus ebenso gewinnen wie Nahrungsmittel oder Textilien. Die Vorteile: Faserhanf wächst schnell, braucht nur wenig Wasser und hat gute Eigenschaften, um stabile und langlebige Materialien zu fertigen.

Erfahrt mehr über die Bestandteile und Eigenschaften von Faserhanf und lernt Schritt für Schritt wie daraus Dämm-Matten entstehen!

Na, seid ihr schon Hanf-Experten? Auf der zweiten Seite der Infografik könnt ihr euer Wissen über Faserhanf testen!

ATB-Wissenschaftler Dr. Hans-Jörg Gusovius erklärt die konkreten Vorteile und Eigenschaften von Baumaterialien aus Hanf.

Algen als alternative Nahrungsmittel?

Algen sind Organismen, die im Wasser leben und Photosynthese betrieben. Es gibt Makroalgen und Mikroalgen. Makroalgen sind im Gegensatz zu Mikroalgen mit dem bloßem Auge erkennbar, und spielen eine wichtige Rolle für die menschliche Ernährung, vor allem in asiatischen Ländern. Zwar bestehen frische Algen bis zu 90 Prozent aus Wasser. Getrocknet enthalten sie dann viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Proteine, Minerale und Fettsäuren

Weltweit wächst somit das Interesse an den Anzucht, Kultivierung und dem Verzehr von dieser Organismen.

Mehr über Algen

Verschiedene Algen, die am IGZ gezüchtet werden. Bild: Schwab, ATB

Gregor von KidsLab zeigt dir, wie du aus Algenpulver Bioplastik selbst herstellen kannst und daraus eine Schale oder Tüte basteln kannst.

Im Rahmen des food4future-Projektes erforschen wir am Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzenforschung (IGZ) Makroalgen. Unter dem Link findet ihr ein Rezept für “Algen im Teigmantel” und ein Interview mit der IGZ-Algenforscherin Anna Fricke.

Die Ernährungsorganisation „ProVeg“ gibt einen Übersicht von essbaren Algenklassen und -arten, den Inhaltstoffe, und berichtet, wie man sie essen kann und wie sie schmecken.

Wie werden Algen angebaut? Und wie geerntet? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nimmt euch mit auf die Algenfarm “Ocean Rainforest” in Norwegen.

Insekten essen…?

Insekten eignen sich als Nahrung für Tier und Mensch. Auf Grund ihres hohen Proteingehalts und der guten Klimabilanz könnten sie Fleischprodukten zunehmend Konkurrenz machen. Bereits zwei Milliarden Menschen weltweit essen Insekten. Mehlwürmer und Grillen gehören zu den bekanntesten essbaren Insekten.

Mehr über Insekten

Wiegen, messen, füttern: Aufzucht von Insekten. Bild: Schwab/ATB

Am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie erforschen wir bespielsweise wie sich aus aus Insekten proteinreiches Mehl herstellen lässt.

Im Food4future Projekt forschen die zwei BioKiK-Forschungseinrichtungen daran, wie man Insekten, und insbesondere Grillen, als alternative Proteinquelle einsetzen kann. Ganz unten auf dieser Seite, findest du ein tolles infografisches Video, wo der Vergleich zwischen Grillen und konventionelle Proteinquellen wie Rind, Huhn und Schwein gemacht wird.

Die Verbraucherzentrale bietet auf ihrer Webseite einen guten Überblick.

Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) hat einen 4-seitigen Flyer erstellt, der die Vorteile des Insekten-Essens diskutiert.